Wir treffen uns jeden Montag um 19:30 Uhr,
im "Isi's Chamäleon" (ehemals "Sportrestaurant")
Rudolf-Breitscheid-Str. 40
(Bitte im Restaurant den Tagungsraum für DIE LINKE. erfragen)
(an 1. Montag des Monats tagt DIE LINKE OV Wedel, am 3. Montag des Monats das Linke Bündnis Wedel - die übrigen Montage sind thematisch offen, je nach aktuellem Bedarf)
Sprecher :
Astrid Sawatzky, Telefon : 04103-970204 / Fax : 04103-970205
e-mail: Astrid Sawatzky
Johannes Schneider,
e-mail: Johannes Schneider
Schriftführer: Claus Samtleben
e-mail: Claus Samtleben
(von rechts nach links: Johannes Schneider, Astrid Sawatzky u. Claus Samtleben)

(zur Kenntnisnahme)
PRESSEERKLÄRUNG
Die Fraktion DIE LINKE fordert den Rat der Stadt Wedel auf, sich in der Frage des Verkaufs der REGIOKLINIKEN für einen Bürgerentscheid auszusprechen
In der letzten Sitzung des Rats der Stadt Wedel haben sich auf Initiative der LINKEN alle Fraktionen für den Erhalt des Klinikstandorts Wedel ausgesprochen. Gegenüber dem ursprünglichen Antrag, der den Erhalt des Standorts der REGIOKLINIKEN forderte, haben die Grünen eine kleine, aber wesentliche Änderung eingebracht: Die Streichung des Wortes REGIO. Die LINKE hat dagegen seinerzeit keinen Einspruch erhoben, weil es ihr wichtig war, die an den Kreistag gerichtete Resolution einstimmig zu verabschieden.
Inzwischen haben sich SPD und Grüne auf Kreisebene deutlich gegen die Privatisierung der REGIOKLINIKEN ausgesprochen und bilden zusammen mit der LINKEN ein Aktionsbündnis für einen Bürgerentscheid. Selbst die Kreis-CDU kritisiert das vom Landrat forcierte Verfahren und verlangt bei einem etwaigen Verkauf die Beteiligung von kommunalen oder gemeinnützig organisierten Partnern. In Halstenbek fordert die FPD in der Frage des Neubaus der Grund- und Gemeinschaftsschule einen Bürgerentscheid.
In Art. 20 des Grundgesetzes heißt es in Abs. 1: "Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Rechtsstaat." Abs. 2 lautet: "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen (…) ausgeübt."
Für die Fraktion DIE LINKE steht die geplante Privatisierung der REGIOKLINIKEN, die noch dazu in einem (selbst für den Kreistag) undurchsichtigen Eilverfahren durchgepeitscht werden soll, in deutlichem Widerspruch zum Sozialstaatsgebot des Art. 20. Gesundheit ist keine Ware, ein Kranker kein Konsument, dessen medizinische Versorgung sich nach seinem Geldbeutel bemisst, sondern ein Patient, der unabhängig von seinem Einkommen die bestmögliche medizinische Betreuung bekommen muss. Ein Krankenhaus wie das in Wedel darf kein Wirtschaftsunternehmen sein, das vor allem der Erzielung von privatem Gewinn dient, sondern gehört zum Kernbereich kommunaler Daseinsvorsorge. Wer es der Gnadenlosigkeit des Marktes ausliefert, schadet damit den Patienten und Mitarbeitern und beraubt die Selbstverwaltung (und damit auch die Wähler der sie tragenden Parteien) der bisherigen Einflussmöglichkeit. Eine Sperrminorität ist demgegenüber nur ein Trostpflaster.
Die REGIOKLINIKEN und damit auch das Krankenhaus Wedel über die Köpfe der Bürger hinweg an private Investoren zu verkaufen befördert die sich ausbreitende Politik- und Parteienverdrossenheit und bestärkt kurz vor der Bundestagswahl diejenigen, die mit der Begründung "Die tun ja doch, was sie wollen" nicht zur Wahl gehen, sondern resigniert zu Hause bleiben.
Die Fraktion DIE LINKE wird daher in der nächsten Sitzung des Rats der Stadt Wedel beantragen, dass der Rat sich dafür ausspricht, die eigentlichen Eigentümer, nämlich die Bürger des Kreises Pinneberg, über die Zukunft der REGIOKLINIKEN entscheiden zu lassen. Wenn die Befürworter der weitgehenden Privatisierung davon überzeugt sind, dass ihre Argumente die richtigen sind, sollten sie sich nicht scheuen, auch die Bürger Wedels und der umliegenden Gemeinden über das Schicksal ihres Krankenhauses mitbestimmen zu lassen. Gerade vor der danach stattfindenden Feierstunde zum Zusammenschluss von Wedel und Schulau täte der Rat gut daran, den Absatz 2 des Artikels 20 Grundgesetz ernst zu nehmen und sich in einer so wichtigen Frage für einen Bürgerentscheid auszusprechen