Liebe Genossinnen, liebe Genossen, liebe Friedensfreundinnen, liebe Friedensfreunde,
Die militaristische Propaganda der deutschen Bundeswehr macht vor nichts halt! Noch nicht einmal vor den Jugendlichen, den Kindern, allgemein den Schülern. Denn das ist die Zukunft unseres kriegslüsternen Staates. Sie kommen als so genannte Wehrdienstarbeiter an Schulen und versuchen für die Bundeswehr zu werben. Und genau das gelingt auch. Im vorigen Jahr wurden alleine an Schulen 400 000 Schüler von Bundeswehr Offizieren beeinflusst. Es wurden im Jahr 2009 mehr als 11.600 Vorträge von Rekrutierungsoffizieren gehalten und das vor rund 290.000 Jugendlichen. Diese Zahlen erschrecken, doch der Staat greift nicht ein. Neue Soldaten, die sie in Afghanistan kämpfen lassen können, junge Wissenschaftler, die neue Kriegswerkzeuge herstellen können, neue Strategen, die die besten Vernichtungsstrategien, der so genannten terroristischen Bedrohung erarbeiten können. Ich frage euch, wann soll dieser Wahnsinn endlich enden?
Und auch auf Computer Messen gibt es regelmäßig Bundeswehr-Zelte, in denen Jugendliche mit Kriegsspielen den Spaß am Töten erlernen sollen. Lebensechte Kriegszenen werden graphisch umgesetzt und als Werbung für den Krieg gebraucht. Und wie reagiert unsere Regierung gegen diese Rekrutierungsversuche? Was macht beispielsweise die CDU/CSU, die doch eigentlich gegen solche Kriegsspiele ist? Die Bundeswehr wird weiter unterstützt. Immer mehr Geld wird für Werbung für den Wehrdienst ausgegeben. Nun müssen wir die Bundeswehr schon in der TV-Werbung sehen! Und immer wieder im Mittelpunkt stehen die Jugendlichen und die Schulen! Jugendoffiziere haben nach Statistiken mit ihren Vorträgen schon rund 113.00 Schülerinnen und Schüler erreicht. Sie werben mit Geld, Karriere, keine Studiengebühren und festen Jobs. Sie nutzen soziale Schwächen aus und versuchen dies zu ihrem Vorteil auszunutzen. Ich finde eine solche widerliche und schreckliche Vorgehensart gehört verboten!
Die Vorgehensart bei solchen Vorträgen ist meist die Selbe. Die Bundeswehr-Offiziere kommen an Schulen und versuchen den Jugendlichen die Militärpolitik unserer Bundesregierung zu schildern. Dabei wird selbstverständlich der Afghanistan-Krieg als etwas legitimes dargestellt, und sie preisen die Vorzüge, die man hat, wenn man für die Bundeswehr arbeitet. Das Ziel dabei ist, sich als Zeitsoldat zu bewerben und für das Vaterland in den Krieg zu ziehen. Diese Vorträge werden dann als Schulunterricht dargestellt. Warum fördert der Staat solche Rekrutierungsversuche? Was haben wir aus unseren Kriegen gelernt? Was macht die Regierung gegen das Vergessen? Gar nichts! Unser Staat Deutschland, ist der drittgrößte Waffenexporteur der Welt, führt Krieg in Afghanistan, um politische Beziehungen zu Amerika zu stärken und benutzt Jugendliche und Schüler, um seine Machtgeilheit zu befriedigen! Solche "Friedenspolitik", nein Danke!
Und diese zivil-militaristische Zusammenarbeit an Hochschulen, erstreckt sich nicht nur auf die Forschung, sondern ebenso auf akademische Lehre. Egal wo, die Bundeswehr ist nicht weit. Und das ist noch nicht alles. Die Bundeswehr will ihre Rekrutierungsversuche in diesem Jahr sogar weiter ausbauen. Die Zentren für Nachwuchsgewinnung haben sich die Teilnahme an 684 Messen und Veranstaltungen vorgenommen, und dazu gehören nicht nur kleine Volksfeste oder Ausbildungsmessen, sondern gezielte Werbung auf bundesdeutschen Schulhöfen! Diese Vorgehensart kenne ich auch noch von einer anderen Partei aus Deutschland.
Und selbst das sind noch nicht alle Werbeauftritte der Bundeswehr. Es kommen noch Auftritte mit ihrem Karriere Truck hinzu, TV-Werbung und weitere hunderte Einsätze in der Öffentlichkeit.
Wir vom Friedensnetzwerk Kreis Pinneberg und von der Linksjugend ['solid] fordern die Bundesregierung auf, alle deutschen Truppen aus Afghanistan abzuziehen, jegliche Werbung für Bundeswehr und Krieg zu verbieten und ein Verbot einzuführen, das sämtliche Rekrutierungsversuche an Schulen als illegal erklärt. Wir sind für eine friedliche Welt und gegen Krieg, Atomwaffen und die Bundeswehr!
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!