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Im Wahlkreis - Berichte und mehr
25. August 2011

Zu Gast bei den Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Pinneberg

von links: Maren Schmidt (Gleichstellungsbeauftragte Elmshorn) Ute Stöwing (GB Schenefeld) Petra Thies-Klapp (GB Kreis Pinneberg) Celia Letzgus (GB Gemeinde Halstenbek) Cornelia Möhring (MdB DIE LINKE) Gisela Glock-Pick (GB Quickborn) Dorathea Beckmann (GB Gemeinde Rellingen) Christiane Greve (GB Uetersen)

Fast alle Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Pinneberg sind im Kreishaus dabei. Ich wollte sie gerne persönlich kennen lernen und sie möchten mit mir über den Gleichstellungsbericht der Bundesregierung und die Arbeitsvorhaben meiner Fraktion dazu sprechen. Und nun sitzen wir in einem der älteren Sitzungsräume. Er heißt „Lange Anna“, an den Wänden Fotos vom Wahrzeichen Helgolands, meiner Lieblingsinsel.

Wir kommen schnell ins Gespräch. Das Gutachten der Sachverständigenkommission hat die Probleme der Gleichstellungspolitik auf den Punkt gebracht und wichtige Forderungen benannt. Zentral Punkte darin:

  • die Abschaffung von Minijobs und der Anreize für Unternehmen für prekäre Beschäftigung

  • Abschaffung der Bedarfsgemeinschaft

  • Umsetzung der Entgeltgleichheit und der Geschlechterquote in Aufsichtsräten

  • Aufwertung der Sorge- und Pflegearbeit

  • eine neue längere Teilzeit und eine neue kürzere Vollzeit

  • Maßnahmen zur Bekämpfung der Altersarmut

  • Verbesserung der Lage Familie und Beruf.

Wir Frauenpolitikerinnen finden diese Forderungen völlig richtig und zudem dringlich. Enttäuschend dagegen, was die Bundesregierung dazu verlautbaren ließ. Sie vermittelt den Eindruck, als ignoriere sie die Ergebnisse der Sachverständigen. Die Gleichstellungsbeauftragten teilen meine Befürchtung, dass die Bundesministerin sich weiterhin im Aussitzen und Rückwärtsdrehen hervor tun wird und nicht die Interessen von Frauen in den Mittelpunkt ihrer Politik stellt. Entsprechende Signale kommen bereits aus den Regierungsparteien. Äußerungen, das Elterngeld gehöre abgeschafft, kursieren in der Presse. Gespart und umverteilt wird weiterhin zu Lasten derjenigen, die eh schon wenig haben.

Unser weiteres Gespräch berührt viele Punkte des Gleichstellungsberichtes. Wir vereinbaren am Ende dieses sehr angenehmen Nachmittags, die Diskussion fortzusetzen und uns regelmäßig über unsere Arbeit zu informieren und auszutauschen.


LAG der hauptamtlichen kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Schleswig-Holsteins
Frauenpolitische Forderungen der LAG zur Landtagswahl 2012 in Schleswig-Holstein Download ca 14 MB

Erster Gleichstellungsbericht der Bundesregierung
Neue Wege – Gleiche Chancen
Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf Download ca 120 KB