Der geschäftsführende Gesellschafter der Kölln-Werke in Elmshorn hat als Präsident des DIHK in BILD gefordert, die Rechte der abhängig Beschäftigten drastisch zu beschneiden. Er will "jetzt den Arbeitsmarkt entfesseln".
DIE LINKE. Kreisverband Pinneberg verurteilt aufs Schärfste diesen neuerlichen Vorstoß.
Die Forderung nach weiterer Lockerung des Kündigungsschutzes, nach Ausweitung der Befristungsmöglichkeiten von Arbeitsverträgen sowie der Abschaffung des Arbeitnehmer-Rechts von Vollzeit in Teilzeit zu wechseln, ist ein weiterer Schritt zur Unterwerfung der Menschen unter das Diktat von Arbeitgebern.
Eine besondere Unverfrorenheit ist die Forderung nach Einschränkung des Nachtarbeitsverbotes für Jugendliche. Mit den Worten, es passe nicht mehr zur "Lebenswirklichkeit, wenn 16-jährige Lehrlinge bis höchstens 22 Uhr arbeiten dürfen und nicht bis 23 Uhr", spekuliert er auf die Unkenntnis der Bevölkerung. Tatsächlich verbietet das Jugendarbeitsschutzgesetz aber die Beschäftigung von Jugendlichen bis 16 Jahre nach 20 Uhr. Die für die Gastronomie geltende Ausnahmeregelung soll demnach nicht nur erweitert, sondern zur Regel gemacht werden.
DIE LINKE fordert alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich gegen solche Angriffe auf ihre Rechte zur Wehr zu setzen.